Erfolgreiche Absolventinnen und Absolventen (HAS)

Die Handelsschule - „der“ Baustein zu einer erfolgreichen Karriere

Senator Kurt Mann

Absolvent der HAK/HAS der Wiener Kaufmannschaft Floridsdorf (heute: Vienna Business School Floridsdorf)

  • Eigentümer und Geschäftsführer der Bäckerei DerMann, Bäcker- und Konditormeister

Nach der Volksschule absolvierte Kurt Mann die Hauptschule und danach die Handelsschule der Wiener Kaufmannschaft in Floridsdorf (heute: Vienna Business School Floridsdorf). Ausgestattet mit dem kaufmännischen Gerüst „stürzte“ er sich zunächst in den Bäcker-Lehrberuf. Die Prüfung hat er mit Auszeichnung bestanden und ist damit als Bäckermeister würdig in die Fußstapfen seines Urgroßvaters, Großvaters und Vaters getreten, die ebenfalls Bäcker waren. Die Bäckerei Mann wurde 1860 gegründet.

Aber noch nicht genug damit, absolvierte er zusätzlich innerhalb kürzester Zeit auch noch eine weitere Meisterprüfung, die des Konditormeisters. 1973 trat Kurt Mann in den elterlichen Betrieb ein, der rund 40 Mitarbeiter beschäftigte.

Trotz großer Skepsis in Branchenkreisen setzte er auf das McDonald´s-Konzept. Mit unternehmerischem Weitblick tätigte er mit alleinigem Risiko erhebliche Investitionen um als einziger Bäcker in Österreich für McDonald´s die Brötchen oder auf Englisch „buns“ zu produzieren.

1982 erhält die Firma Mann als erster und einziger Bäcker-Gewerbebetrieb Wiens, vom Bundesministerium für Handel, Gewerbe und Industrie das Staatswappen verliehen.

Bereits 1986 eröffnete Kurt Mann, als eine der ersten Bäckereien in Österreich zwei Backshops.

1990 eröffnete Herr Mann, als Trendsetter der Bäckerbranche ein neues Filialmodell, das der „Frischeinsel“, gemeinsam mit einem renommierten Fleischer. Das Konzept soll eine bessere Nahversorgung der Bevölkerung gewährleisten, indem ein erweitertes Sortiment an Lebensmitteln, wie Brot und Gebäck auch Wurst, Käse, Aufstriche und Milchprodukte angeboten wird.

1994 wurde die neue Corporate Identity „Der Mann, der verwöhnt!“ in allen Firmenbereichen umgesetzt. Damit soll für alle sichtbar der höchste Qualitätsanspruch als Leitlinie gelten. Die Filialausweitung wurde seit jeher stark vorangetrieben, so dass bereits mehr als 80% des Umsatzes auf Filialen entfällt. In allen Filialen wird den ganzen Tag frisch gebacken, womit dem Wunsch der Kunden nach „Erlebnis-Einkauf“ Rechnung getragen wird.

Mit dem Bau der neuen für Österreich einzigartigen Bäckerei für McDonald´s-Produkte erfolgte ein weiterer wichtiger Schritt. Im März 1996 wurde dieses neue Werk, das „buns“ für ganz Österreich und Zentraleuropa (mind. 1 Mio. täglich) erzeugt, feierlich eröffnet.

Ein Meilenstein in der nun 149 jährigen Firmengeschichte wurde 2004 mit dem Neubau des Backzentrums in 1230 Wien, Perfektastraße 100, gesetzt. Mit einem Investitionsaufwand von rund 23 Mio. Euro für das Backwerk und 4 Mio. Euro für das Grundstück entstand 2004 auf

15.000 m³ Nutzfläche ein multifunktionelles Haus, dass das gesamte Unternehmen unter einem Dach vereint. Fachzeitschriften sprechen vom modernsten Handwerksbetrieb Europas.

Anfang 2005 wurde im Backzentrum ein Verkaufsgeschäft mit Cafe eröffnet. Ebenso eröffnet der Brotway, eine komplett verglaste Besuchergalerie, von der aus die Kunden unangemeldet den Bäckern in der Produktion über die Schulter schauen können.

Dass man bei der Firma Mann nicht nur auf Hygiene und Sauberkeit, sondern auch auf die Umwelt achtet, beweist der Mann, der verwöhnt, besonders eindrucksvoll: Im Februar 2008 wird das Unternehmen von der Stadt Wien im Rahmen des Projekts Ökobonus vierfach ausgezeichnet. Die Bäckerei gilt damit als Vorbild-Betrieb in Sachen Umweltschutz und Ressourcennutzung.

Das Unternehmen hat sich seit dem Eintritt von Kurt Mann rasant entwickelt. Ein weiteres Beispiel zeigt die Beschäftigtenanzahl, die von ursprünglich 40 Beschäftigten auf bereits über 700 angestiegen ist. Derzeit gibt es rund 80 Mann-Filialen im Großraum Wien.

Helmut Nuspl

Absolvent der Handelsschule Traun

  • Standortleiter Schoellerbank Linz

Nach 3jähriger Handelsschule in Traun (1976-78) Start einer Bankerlaufbahn in der damaligen ÖCI (Österreichisches Credit Institut), anschließend 3 Jahre Zentralsparkasse.

Im Dezember 1988 Start in der Wertpapierabteilung der Linzer Allgemeinen Sparkasse. Aktienfondsmanager, Vermögensverwaltung, Treasury Institutional Sales, Private Banking Gruppenleitung; tägliche Radiointerviews im Radio OÖ Börse Live, Börsen-Interviews im n-tv Frankfurt und Berlin; Ansprechpartner für in- und ausländische Printmedien zum Thema Kapitalmärkte. Buchautor "Börse Live".  

Nach 19 Jahren Wechsel in die Abteilungsleitung Private Banking und Asset Management der Oberbank in Linz. Kundenbetreuung- und akquisition sowie monatliche Marktkommentare zum Thema Kapitalmärkte. n-tv Live-Interviews.

10 Jahre später, im Oktober 2017, Übernahme der Standortleitung der Schoellerbank (als reine Privatbank) in Linz.

Manfred Pfeiffenberger

Absolvent der Handelsschule Zell am See

  • Rallye-Pilot in der österreichischen Rallyestaatsmeisterschaft
  • Leiter ÖAMTC Fahrtechnik Zentrum Saalfelden/Brandlhof

Geboren am 24.03.1981

seit 2006 Leiter des ÖAMTC Fahrtechnik Zentrums Saalfelden / Brandlhof
seit 2000 Rallye-Pilot in der österreichischen Rallyestaatsmeisterschaft

Motto: Wenn es nichts zu tun gibt, dann tu auch nichts!

Gregor Schlierenzauer

Absolvent der Handelsschule für Skisportler/innen Stams

  • Österreichischer Skispringer

Gregor Schlierenzauer

Geboren am 7. Jänner 1990 in Fulpmes

Heim-Schanze: Bergisel, Innsbruck

Sport Club: SV Innsbruck-Bergisel

Hobbies: Fotografie, Design, Kochen, Skifahren, Golf, Fußball und Tennis

Körpergröße: 180 cm

Skimarke: Fischer

Am 6. Jänner 1990 entscheidet der Deutsche Dieter Thoma die 38. Vierschanzentournee für sich, 24 Stunden später strahlt Familie Schlierenzauer weiterer Nachwuchs ins Gesicht. Gregor, bei der Geburt 52 Zentimeter groß und 3,43 Kilogramm schwer, kommt über den Fußball zum Skisprungsport, den er mit 9 Jahren beginnt. Mit  14 nimmt er neben Bernadette Schild, Tina Weirather oder Mario Innauer auf der Stamser Schulbank Platz, 2006 erfolgen die sportliche Reifeprüfung und der frühe Durchbruch.

Zunächst krönt sich der Stubaier in Kranj zum Junioren-Weltmeister, dann erfolgt das Weltcupdebüt in Oslo, das auf Platz 24 und damit auf Anhieb in den Punkterängen endet. 3 Springen und 9 Monate später landet der 16-Jährige in Lillehammer seinen 1. Weltcupsieg. 5 Monate darauf, ist Gregor Schlierenzauer erstmals Mannschafts-Weltmeister.

07/08 folgen weitere Titel und Höhenflüge, diesmal im Skifliegen. Der Tiroler gewinnt bei der Weltmeisterschaft in Oberstdorf als Solist und neuerlich mit der Mannschaft Gold und schraubt den heimischen Flug-Rekord in Planica auf 233,5 Meter.

In der Saison 08/09 gewinnt Gregor Schlierenzauer 6 Weltcupspringen in Folge, wird abermals Mannschafts-Weltmeister und im Alleingang Vize-Weltmeister. 3 Tage nach seinem 19. Geburtstag fliegt er am Kulm mit 215,5 Metern neuen Schanzenrekord.

2.083 Zähler aus 27 Springen bedeuten den Punkterekord und überlegenen Sieg im Gesamt-Weltcup 08/09. In der Saison darauf feiert der immer noch 19-Jährige, am 19. Dezember 2009 in Engelberg seinen 26. Weltcup-Sieg, damit ist er österreichischer Rekordhalter.

Die Olympischen Spiele 2010 in Vancouver bringen 3 Medaillen, zweimal Bronze und Mannschaftsgold, dann kommt eine Knieverletzung dazwischen, was den verspäteten Einstieg in die Saison 10/11 zur Folge hat. Der Gesamtweltcup ist kein Thema, dafür purzelt der Landesrekord, der auf 243,5 Meter hochgeschraubt wird.

Am 3. März 2011 gewinnt der Tiroler am Holmenkollen seine erste Einzelgoldmedaille bei Nordischen Ski-Weltmeisterschaften und beendet damit eine 24 Jahre andauernde heimische Durstrecke. Es folgt der Titel auf der Kleinschanze und der mit der Mannschaft, damit wird der 21-Jährige in Oslo, dem Nordischen Mekka und Tollhaus, 3-facher Weltmeister.

Einen Tag vor seinem 22. Geburtstag triumphiert Gregor Schlierenzauer erstmals bei der Vierschanzentournee. Am 4. Februar 2012 überflügelt er Adam Malysz in der ewigen Bestenliste, der Sieg in Val di Fiemme ist Gregors 40. im Weltcup.

Der Hunger bleibt, die Saison 2012/13 wird eine weitere der Superlative. Erfolgreiche Titelverteidigung bei der Vierschanzentournee, Sieg im Gesamt-Weltcup und alleiniger Spitzenreiter in der ewigen Bestenliste an Gesamt-Weltcupsiegen. Mit 23 Jahren und 47 Siegen löst der Österreicher Matti Nykänen ab, der aktuelle Stand der Dinge lautet 53.

In der Saison 2013/14 kommen 3 weitere WM-Medaillen hinzu, alle drei aus Silber. Gregor Schlierenzauer wird bei den Olympischen Spielen von Sotschi mit der Mannschaft ebenso zweiter wie bei der Weltmeisterschaft 2015 in Falun, wo er auch im Einzel Platz 2 erreicht.

Zu Beginn der Saison 2015/16 ist die Luft, nach all den Jahren an der Spitze dann ein wenig draußen. Im Jänner 2016 gibt Gregor die Entscheidung bekannt, nicht an der Skiflug-Weltmeisterschaft am Kulm teilzunehmen und sich für eine unbestimmte Zeit eine Auszeit vom Weltcup zu nehmen. Im März 2016 verletzt er sich beim alpinen Skifahren in Kanada und zieht sich dabei einen Kreuzbandriss zu. Ob er jemals wieder Schispringen kann steht in diesem Moment auf der Kippe.

Gregor beginnt zu reflektieren. Er stellt sich die Sinnfrage. 

Und entscheidet sich: Ja, es ist es wert diesen Weg gegangen zu sein und ihn weiterzugehen.

Nach dieser herausfordernden Zeit kündigt er seinen Wiedereinstieg für Mitte Jänner 2017 im Rahmen der Wettkämpfe in Wisła an. Nach einem Sturz bei 206m beim Skifliegen in Oberstdorf, scheint die Saison nach nur 4 Wochen wieder vorbei. Doch Gregor arbeitet konsequent weiter und und schafft es ins Team zur Weltmeisterschaft in Lahti. Mit der Bronzemedaille im Team bleibt er seiner Serie treu, bei jedem Großereignis eine Medaille gewonnen zu haben.

Auch die Saison 17/18 begann leider mit einer Verletzung. Seitenbandeinriss. Erst im Dezember konnte GS zum Weltcupteam stoßen und es wurde eine Saison voller Auf und Abs. Am Ende stand neben viel Spaß am Schispringen "nur" Platz 4 mit der österreichischen Mannschaft bei den Winterspielen in Südkorea und ein Flug auf die Weltrekordweite von 253,5m am vorletzen Tag der Saison in Planica auf der Habenseite.

Gregor hat erkannt, dass die Kehrseite der Medaille ein wesentlicher Bestandteil eines erfüllten Lebens ist.

Heute weiß er, dass sein Weitergehen in dieser herausfordernden Zeit einer seiner größten Siege ist und er damit einen Wandel in Bewegung gebracht hat.

Mit dieser Einstellung, alle Aspekte zu respektieren, die mit seinem Weg verbunden sind, begegnet er dem Sport jetzt mit dem gleichen Enthusiasmus - aber mit erweitertem Horizont.

Homepage: www.gregorschlierenzauer.at

Mag. (FH) Ernst Vettori

Absolvent der Handelsschule für Skisportler/innen Stams

  • Ehemaliger österreichischer Skispringer

Mag. (FH) Ernst Vettori

Geburtsdaten: 25.06.1964 in Hall in Tirol

Familienstand:  verheiratet, 2 Kinder

Schulausbildung:
1970 – 1974   Volksschule Absam
1974 – 1978   Hauptschule Absam
1978 – 1983   Internatsschule für Schisportler in Stams

Studium:
1993 – 1994   Fernlehrstudium „Marketing“ Humboldt Wien
1994 – 1996   „Hochschullehrgang für Unternehmensführung“ an der Leopold-Franzens-Universität Innsbruck
1996 – 2000   Fachhochschulstudiengang „Unternehmensgestaltende Berufe“ am MCI-Innsbruck

Sonstige Ausbildungen:
1989 – 1990   Ausbildung zum Staatlich geprüften Trainer für Sprunglauf und Langlauf
1996              Ausbildung zum Technischen Delegierten der FIS für Sprunglauf
2005              Ausbildung zum Nordic Walking Basic Instructor

Berufliche Tätigkeiten:
1982 – 1994   Mitglied der Österreichischen Nationalmannschaft Sprunglauf
1994 – 1996   Produktmanager bei Kneissl - Dachstein (Kufstein)
1996 – 1998   Sprunglauftrainer an der Internatsschule für Schisportler in Stams
1998 – 2010   Marketingleiter Nordisch im Österreichischen Skiverband
2010 – 2018   Sportlicher Leiter für Sprunglauf und Nordische Kombination im Österreichischen Skiverband

Sonstige Tätigkeiten:

Seit 2000             Mitglied im Sprunglaufkommitee des Internationalen Skiverbandes

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