Bronzemedaille für Österreich bei der Wirtschaftsolympiade - HAK-Schülerin gewinnt Bronze und viele neue Erfahrungen

Sofie Angermann, Eva Glantschnig, Mathias Pirker und Martin Tomic von der HAK Spittal bildeten mit Constantin Badawi (Schumpeter-HAK Wien) das Team, das Österreich bei der Wirtschafts-Olympiade vertrat. Diese feierte vom 14. bis 22. September 2018 in Moskau ihre Premiere mit dem Ziel, talentierte Jugendliche in Wirtschaft, Finanzen und Entrepreneurship zu fördern und sie untereinander zu vernetzen. Für Eva Glantschnig lief es besonders gut – sie holte für Österreich in der Einzelwertung eine Bronzemedaille.

Bei dieser ersten Wirtschaftsolympiade mussten 65 Teilnehmer aus 13 Staaten ihr Wissen und ihre Kompetenzen unter Beweis stellen und zeigen, wie gut sie sich in der Welt der Wirtschaft auskennen. Die Delegationen kamen aus: Neuseeland, USA, Russland, Brasilien, Spanien, Indonesien, Myanmar, Kasachstan, Schweiz, Malaysia, Lettland, Irland und Österreich. Das österreichische Olympia-Team qualifizierte sich über das „Changemaker-Programm“. Die HAK-SchülerInnen haben dabei mit ihren preisgekrönten Projekten Impulse für positive, nachhaltige Veränderungen in Gesellschaft und Wirtschaft gesetzt.

Bei der feierlichen Eröffnungszeremonie an der Sberbank University hielt Eric S. Maskin - Nobelpreisträger für Wirtschaftswissenschaften im Jahr 2007 – eine Einführungsvorlesung über sein Spezialgebiet „Mechanism Design“. Auch zwischen den Bewerben gab es verschiedene Vorlesungen und Workshops, um die Olympioniken auf ihre Challenges einzustimmen. „Banks`role in a financial crisis - lessons from the ongoing turmoil in Turkey” an der Sberbank University, „Problem Solving“ bei McKinsey&Company oder “Presenter’s Survival Kit” an der New Economic School.

Im ersten Teil „Finance“ mussten die Wirtschaftstalente im Simulationsspiel „My financial plan“ ihr Kapital geschickt investieren und vermehren. Im zweiten Teil „Economics“ galt es, sehr anspruchsvolle Aufgabenstellungen zu volkswirtschaftlichen Fragestellungen zu lösen. Eine „case study“ mit der Problemstellung „Markteinführung eines Bank-Produktes für die Zielgruppe 18 - 25 Jahre“ war die abschließende Challenge. Eine besondere Herausforderung für die meisten TeilnehmerInnen war das Ausarbeiten und Präsentieren in englischer Sprache. Im Teambewerb holte sich schließlich Lettland die Goldmedaille, Silber ging an Russland und die Bronzemedaille teilten sich ex aequo Brasilien und Kasachstan.

Eva Glantschnig berichtet, noch immer beeindruckt von den Ereignissen in Russland: „Es war eine super Erfahrung, uns mit Jugendlichen aus aller Welt über wirtschaftliche Themen austauschen zu können. Wir haben viele neue Freundschaften geschlossen und Moskau als eine faszinierende Stadt kennengelernt.“

Begleitet wurden die SchülerInnen von Alexander Spitzer von der Organisation IFTE (Initiative for Teaching Entrepreneurship) und von mir: “Wir waren Teil des Team Austria bei der Wirtschaftsolympiade in Moskau und haben dort nicht nur eine Bronzemedaille, sondern einen Blick über den Tellerrand gewonnen durch den Austausch mit den Teams aus den vielen verschiedenen Ländern – das werden meine Schülerinnen und Schüler bestimmt noch ihren Enkeln erzählen!“

Bundesminister Fassmann wird dem Team beim diesjährigen Entrepreneurship Summit am 25. Oktober in Wien zu ihrer Teilnahme und zur Bronzemedaille gratulieren.

Text und Fotos: Mag. Hilde Kleinfercher - Teamcoach und Trainerin für Entrepreneurship und Management (BHAK Spittal/Drau)

Schüler/innen-Gruppe mit Zertifikat
Schüler/innen-Gruppe vor Kathedrale