Schülerinnen und Schüler

Radikalisierung im Netz – ein aktuelles Problem als Thema für eine Diplomarbeit an der MEDIA.HAK Landeck

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Im Rahmen einer Diplomarbeit beschäftigten sich die fünf Schülerinnen Johanna Westreicher, Magdalena Juen, Sophie Juen, Anna Zangerl und Leonie Jäger der MEDIA HAK Landeck mit dem Thema „Radikalisierung im Netz“. Mit dem Ziel, zur Aufklärung über dieses aktuelle Thema beizutragen, erstellte und veröffentlichte die Gruppe neben einer Video-Reportage auch eine Infobroschüre und führte einen Workshop mit Jugendlichen an der Handelsakademie durch.

Unter vielen anderen Themen wurde im letzten Schuljahr von 5 Schülerinnen der MEDIA.HAK Landeck ein Thema aufgegriffen, das von großer gesellschaftspolitischer und aktueller Relevanz ist und gerade für Jugendliche eine Gefahr darstellen kann: „Die Radikalisierung im Netz“. Die Schülerinnen haben sich intensiv mit dem Thema beschäftigt und – z.B. durch Selbstversuche - festgestellt, dass es sehr einfach ist, Kontakt zu solchen radikalen Gruppen im Internet aufzubauen. Die Radikalisierung kann dabei viele „Gesichter“ haben. Die Ergebnisse ihrer Arbeit haben sie systematisch zusammengefasst und damit eine rund 30minütige Video-Reportage erstellt. Passend zu dieser Reportage wurde auch eine Aufklärungs-Broschüre produziert und die Informationen an Jugendliche in Form eines Workshops weitergegeben.Gut ein Jahr arbeiteten die Schülerinnen an ihrer Diplomarbeit, für die sie ein äußerst aktuelles und brennendes Thema wählten: „Radikalisierung im Internet ist ein Phänomen, das uns alle betreffen kann und uns täglich beispielsweise auf Social-Media-Plattformen begegnet“, erklärt die Projektleiterin Johanna Westreicher, „Im Verlauf des Projekts wurde zudem ziemlich schnell klar: Jeder kann sich potenziell radikalisieren“.

Erschreckend einfach
Am Anfang des Projektes stand eine Recherchephase, in der sich die Schülerinnen umfassend mit der Thematik beschäftigten: „Im Laufe dieser Recherche wurde ihnen einerseits bewusst wie präsent die Problematik ist, und andererseits, wie wenig Sensibilität dafür herrscht. Extremisten bewegen sich oftmals ganz offen im Internet und verbreiten dort ihre Ideologien, ohne Konsequenzen zu fürchten“, berichten die Schülerinnen. Dies konnten sie selbst auf diversen Internetplattformen wie Instagram oder Telegram und in verschiedenen Onlineforen beobachten und mitverfolgen. Wie extremistische Gruppen dort agieren, neue Anhänger rekrutieren und das Internet für ihre Zwecke missbrauchen, wurde von der Projektgruppe laufend dokumentiert und in Form einer Video-Reportage aufgearbeitet.

Interviews mit Experten/innen
Um weitere Informationen zu dem Thema zu sammeln, führten die MEDIA HAK Schülerinnen auch Interviews mit Expertinnen und Experten durch: Die Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie und Dozentin an der Friedrich-Schiller-Universität Jena Dr. med. Nahlah Saimeh konnte der Projektgruppe wertvolle Einblicke in die psychologischen Hintergründe und Abläufe der Radikalisierung geben. Auch der Vorsitzende der Jüdischen Gemeinde zu Halle (Saale) Max Privorozki erklärte sich zu einem Gespräch bereit und berichtete von dem rechtsextremistischen Attentat, welches sich am 9. Oktober 2019 in Halle ereignete. „Die Interviews leisteten nicht nur einen wichtigen Beitrag zu unserer Recherche über das Thema, sondern waren auch eine bereichernde und spannende Erfahrung“, erinnert sich die Projektleiterin.

Reportage: Radikalisierung im Netz

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Das gewählte Thema der Diplomarbeit steht ganz im Sinne der MEDIA.HAK Landeck: Der Ausbildungsschwerpunkt dieses Zweiges der Handelsakademie Landeck liegt auf Kommunikation und Medieninformatik und wird seit dem Schuljahr 2015 angeboten.

Download Infobroschüre

Bericht und Fotos vom Workshop



Norbert Hanauer | Mo, 3. Jänner 2022