NOST - Neue Oberstufe

Mit dem 1. September 2017 gelten an allen österreichischen AHS- und BMHS-Schulstandorten die Bestimmungen der neuen Oberstufe (späterer Umstieg mit Schuljahr 2018/19 oder 2019/20 möglich).

Wir haben für Sie ein Screencast zur neuen Oberstufe (Kurzvideo) zusammengestellt! So erhalten Sie in 10 Minuten einen Gesamtüberblick über die neuen Regelungen anhand drei konkreter Beispiele.

Sämtliche Informationen finden Sie unter www.bmb.gv.at/nost

Die Eckpunkte der neuen Oberstufe:

Die neue Oberstufe gilt für alle drei- bis fünfjährigen mittleren und höheren Schulen ab der 10. Schulstufe (ab 2. Jahrgang HAK, 2. Klasse HAS, 1. Jahrgang AUL).

Zielsetzungen:

  • Verdichtung der Lernaktivität: kleinere Lernpakete (maximal Semesterstoff), positive Leistung in jedem Semester erforderlich, Mitnahme positiver Beurteilungen bei Klassenwiederholungen
  • Semestrierung: Rhythmus der Leistungserbringung in Semestern in Vorbereitung auf das Hochschulsystem, Semesterprüfungen über nicht positiv beurteilte Module
  • Eigenverantwortung der Schüler/innen: Stärkere Verantwortung für die Lernfortschritte, Förder- und Begabungssysteme
  • Reduktion der Schulstufenwiederholungen: Aufstieg mit maximal zwei (einmalig drei) nicht bzw. negativ beurteilten Modulen

Lehrplan:  Der Lehrstoff der Unterrichtsgegenstände ist semesterweise in Kompetenzmodule gegliedert.

Bei Leistungsproblemen/Lernschwächen kann (nach einer Frühwarnung) eine Individuelle Lernbegleitung (ILB) in Anspruch genommen werden.

Semesterzeugnisse (ab der 10. Schulstufe):

  • Positiver Abschluss eines jeden Semesters notwendig
  • über negativ bzw. nicht beurteilte Gegenstände
  • Semesterprüfung und deren erste und zweite Wiederholung sind innerhalb der zwei darauffolgenden Semester (Verlängerung im Falle eines Auslandsaufenthaltes) möglich
  • kein Zusammenlegen mehrerer negativer Beurteilungen eines Unterrichtsgegenstandes zu einer einzigen Semesterprüfung möglich
  • Prüfungsstoff laut Beiblatt zum Semesterzeugnis: Kompetenzen, die für die negative bzw. Nichtbeurteilung ausschlaggebend waren
  • Maximal 2 Prüfungen pro Tag
  • Vorschlagsrecht der Schüler/innen für Prüfer/in ab 2. Wiederholung
  • In maximal drei Pflichtgegenständen ist ein letzter Antritt (maximal vierter Antritt, pro Gegenstand höchstens eine Semesterprüfung) am Ausbildungsende möglich.

Wiederholen der Schulstufe:

  • Aufsteigen bei bis zu zwei Nicht Genügend/Nichtbeurteilungen möglich
  • Die Klassenkonferenz kann einmal das Aufsteigen mit drei Nicht Genügend/Nichtbeurteilungen ermöglichen.
  • Positive Noten bleiben erhalten.

Begabungsförderung:

  • Semesterprüfungen über noch nicht besuchte Unterrichtsgegenstände
  • Zeitweise Teilnahme am Unterricht einzelner Unterrichtsgegenstände in einem höheren Semester
  • Überspringen einzelner Unterrichtsgegenstände: Semesterprüfungen über noch nicht besuchte Unterrichtsgegenstände dienen als Voraussetzung.
  • Möglichkeit der vorgezogenen Teilprüfung im Rahmen der abschließenden Prüfungen

Abschluss der Oberstufe: Nur bei einem positiven Abschluss aller Unterrichtsgegenstände ist ein Antreten zu den abschließenden Prüfungen möglich.

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