Die kaufmännischen Schulen Österreichs – Facts

Vision: Unsere Absolvent/innen handeln eigenverantwortlich und unternehmerisch.

Struktur:

  • 116 Schulstandorte (41 % Schulleiterinnen, 59 % Schulleiter)
  • 46.601 Schüler/innen (w: 57 %, m: 43 %)
  • 5.491 Lehrer/innen (w: 67 %, m: 33 %)
  • 600 aktive Übungsfirmen (Österreich ist im Übungsfirmenmarkt „Weltmarktführer“!)
  • 1 Fachabteilung (BMBWF)          
  • 9 Landesschulinspektor/innen (w: 44 %, m: 56 %)

Key Performance Indicator bzw. Wertschöpfung:

  • 8.560 Jährliche Absolvent/innen
  • ca. 6.000 Diplomarbeiten und 2.600 Abschlussarbeiten pro Jahr (in Zusammenarbeit mit Wirtschaftsbetrieben aus sämtlichen Branchen)
  • knapp 3 Mio. Unterrichtsstunden pro Jahr
  • ca. 6.600 Exkursionen, 1.200 mehrtägige Schulveranstaltungen pro Jahr
  • über 6.700 Bildungsberatungen pro Jahr

Schularten

(Ausbildungsdauer, [Ferial-]praktika, Bildungsniveau im internationalen Vergleich):

  • Handelsakademie - HAK (5-jährig, 300 Stunden facheinschlägiges Praktikum , ISCED 51), EQR/NQR 52)),
  • Handelsschule - HAS (3-jährig, 150 Stunden facheinschlägiges Praktikum, ISCED 3, EQR/NQR 4),
  • Aufbaulehrgang - AUL (3-jährig, 150 Stunden facheinschlägiges Praktikum - 150 Stunden wurden bereits in der Handelsschule absolviert, ISCED 5, EQR/NQR 5),
  • Kolleg (4 Semester, 150 Stunden facheinschlägiges Praktikum, ISCED 5, EQR/NQR 5),
  • Spezielle Ausbildungen mit eigenem Lehrplan:
    • Handelsakademie Digital Business
    • Handelsschule für Leistungssportler (4-jährig)
  • Schulformen für Berufstätige: HAK (HAS-Abschlussprüfung nach 4 Semestern möglich) und Kolleg

Der Abschluss einer Handelsakademie (= Reife- und Diplomprüfung) zählt als:

  • Studienberechtigung
  • Abgeschlossene Berufsausbildung, z. B. gültig als Lehrabschluss für Bürokaufmann/-frau sowie Finanz- und Rechnungswesenassistenz (Buchhaltung auslaufend), gültig als Unternehmerprüfung
  • Kurzstudienabschluss (Short-cycle tertiary): Handelsakademieabsolvent/innen haben durch die längere Ausbildungsdauer bereits ein Kurzstudium abgeschlossen und erhöhen die Akademikerquote

Schüler/innen-Fokus:

  • Ausbildungsschwerpunkte ab dem III. Jahrgang zur Wahl: z. B. IKT - e-business, Management mit Controlling und Accounting, Finanz- und Risikomanagement, Controlling mit Wirtschaftspraxis und Steuern, Entrepreneurship und Management, Internationale Wirtschaft, Kommunikationsmanagement und Marketing, Logistikmanagement, Qualitätsmanagement und integrierte Managementsysteme, Ökologisch orientierte Unternehmensführung oder diverse Seminare
  • Zweite Lebende Fremdsprache zur Wahl: z. B. Französisch, Italienisch, Russisch, Spanisch
  • Entrepreneurship Education, Wahlfächer, Freifächer, Seminare, Sprach-, IT-, Wirtschafts-Zertifikate …
  • Wettbewerbe und Projekte: z. B. Debattierclub, Businessplanwettbewerbe, Crowdfunding mit “Starte dein Projekt”, HAK-Skills
  • 1.500 aktive Peers: Peer Learning, Peer Mediation, Cultural Tutors, Vital4Brain – Bewegungsprogramm
  • Lernhilfeplattform zwischen Schüler/innen – talentify.me (an 25 HAK-Standorten)
  • Übungsfirmen und Juniorfirmen
  • Schüler/innenvertretung, Schulgemeinschaftsausschüsse, Schüler/innen-Events
  • Feedbacks: 23.000 - 43.000 QIBB3)-Screeningfragebögen pro Jahr, 25.000 – 35.000 QIBB-Individualfeedbacks (1.800 Erhebungen) pro Jahr

Bekannte Absolvent/innen der Handelsakademien:

Johannes Gutmann (SONNENTOR Kräuterhandels GmbH), Dr. Johanna Rachinger (Generaldirektorin der Österreichischen Nationalbibliothek), Peter Turrini (Schriftsteller), Dr. Armin Wolf (ZIB 2 – Moderator), Dr. Leo Windtner (ÖFB-Präsident & Generaldirektor Energie AG OÖ).
Mehr unter: www.hak.cc/die_hak_has/absolventen.

Zertifikate:

(jährlich erwerben unsere HAK/HAS-Schüler/innen über 6.000 externe Zertifikate)

Unterrichtsmethoden, Unterrichtsorganisation und didaktische Umsetzung:-Zertifizierung

  • Kompetenzorientiert unterrichten und prüfen: alle Standorte
  • Entrepreneurship Education: alle Standorte
  • Projektunterricht (gemeinsam mit Wirtschaftsunternehmen): alle Standorte
  • Portfoliounterricht: alle Standorte (insb. Deutsch, Kultur, Business Behaviour)
  • Englisch als Arbeitssprache bzw. CLIL: mehrere Standorte
  • COOL – Cooperatives Offenes Lernen: 26 Standorte, davon 14 e-COOL-Zusatzzertifikate
  • Zukunftweisender Medieneinsatz: an den HAK/HAS werden über 24.000 (!) PCs/Notebooks/Tablets im Unterricht verwendet: Mobile Lernbegleiter, Notebookklassen, Einsatz von Tablets in 1:1 Umgebungen an mehreren Standorten, BYOD4) Szenarien, 3D Drucker in der smarten Übungsfirma und Digital Business HAK, zCircle – digitaler Kiosk für Schüler/innen (Zugang zu aktuellen Tageszeitungen und Magazinen online mittels App und Beacons in der Schule), interaktive Präsentationsmedien und Smart Boards in Verbindung mit verantwortungsvoller und überlegter Nutzung durch die Schüler/innen, Nutzung moderner  Cloud Lösungen und Cloud Applikation mittels Microsoft Office 365, Nutzung moderner Tools zur Abhaltung von Videokonferenzen (Beispielsweise Skype etc.), Nutzung moderner VDI (Virtual Desktop Infrastructure) Lösungen für den mobilen Zugriff auf den Schularbeitsplatz / Schuldesktops

Unterrichtsprinzipien:

  • Entrepreneurship Education - Befähigung des Einzelnen zu Eigeninitiative und selbstständigem Denken und Handeln als Unternehmer/in, Arbeitnehmer/in, und auch als Konsument/in, aktives und verantwortungsbewusstes Agieren und damit Wirtschaft und Gesellschaft mitgestalten,
  • Wirtschaftserziehung und Verbraucher/innenbildung - kritisch reflexive Auseinandersetzung mit wesentlichen Themen der Wirtschaft,
  • Umwelterziehung - Sensibilisierung für ökologische Anliegen und Erfordernisse unter Einbeziehung des Natur- und Umweltschutzes unter Berücksichtigung der Nachhaltigkeit,
  • Politische Bildung - Erziehung zu einem demokratischen und gesamteuropäischen als auch globalen Denken sowie zur Weltoffenheit,
  • Europapolitische Bildungsarbeit - Thematisierung aktueller europäischer Entwicklungen und Initiativen im Bildungsbereich (Bildungsprogramme, Qualifikationsrahmen, Anerkennungsrichtlinien, Qualitätssicherungsrahmen, Transparenzinstrumente),
  • Gender Mainstreaming - Erziehung zur Gleichberechtigung von Frauen und Männern,
  • Medienbildung -
  • Gesundheitserziehung - Erziehung zu gesundheitsbewusstem und eigenverantwortlichem Handeln.

Schulzertifizierungen5) und Schwerpunktsetzungen/Initiativen

(Jene Bereiche, in denen die kaufmännischen Schulen Marktführer in der österreichischen Bildungslandschaft sind, sind kursiv dargestellt):

  • Qualitätszertifikat Übungsfirma (Ö-Norm-Richtlinie 42000): 2017 wurden 192 Übungsfirmen aus dem kaufmännischen Bereich zertifiziert
  • Entrepreneurship-Zertifizierungen HAK/HAS (Ö-Norm-Richtlinie Richtlinie 42001): 29 HAK-Standorte (insg. nur 31 Schulen in Ö) zertifiziert, 21 Standorte befinden sich aktuell im Zertifizierungsprozess
  • COOL Zertifizierung: Kooperatives offenes Lernen: 26 HAK-Standorte sind COOL-Schulen (14 eCOOL-Schulen von insg. nur 17 Schulen in Ö), davon sind 14 HAK-Standorte COOL-Partner-Schulen und 12 COOL-Impulsschulen (davon 4 COOL-Innovationsschulen)
  • ÖKOLOG Ökologisierung von Schulen– Bildung für Nachhaltigkeit: Österreichisches Umweltzeichen für Schulen: 10 HAK-Standorte zertifiziert
  • Fair Trade-Schulen: 5 HAK-Standorte zertifiziert
  • European Business Baccalaureate Diploma (EBBD) - Exzellenzlabel für Absolvent/innen kaufmännischer Schulen im Bereich der internationalen Wirtschaft: 4 HAK-Standorte
  • Österreichisches Netzwerk „Gesundheitsfördernde Schulen“: 4 HAK-Standorte
  • CertiLingua: Mehrsprachigkeit in europäischer Dimension: 3 HAK-Standorte (von insg. nur 7 Schulen in Ö)
  • MINT-Gütesiegel: 3 HAK-Standorte
  • Gütesiegel für begabungs- und exzellenzfördernde Initiativen an BBS: 2 HAK-Standorte (von insg. nur 4 Schulen in Ö), uvm.

Internationalität:

  • Work Experience, Auslandssemester, Auslandspraktika, Sprachwochen, Schüler/innen-Austausch…
  • Internationale Übungsfirmenmessen, Kontaktmöglichkeit zu 5000 Übungsfirmen weltweit (inkl. Bankenclearingsystem), …
  • EU-Projekte z. B. „Youth Start“ (methodischer Lead, ERASMUS+) gemeinsam mit Portugal, Luxemburg, Dänemark, Slowenien
  • Internationale Wettbewerbe z. B. EuroSkills (2018 in Budapest), European Entrepreneurship Award
  • Englisch einschließlich Wirtschaftssprache Level B2 GERS
  • Weitere Lebende Fremdsprache Level B1 GERS
  • Zahlreiche Sprachzertifikate (siehe oben)

Reife- und Diplomprüfung

(standardisiert in allen Sprachen und Mathematik):

  • Diplomarbeit (vorwissenschaftliches Niveau) im Team mit externen Auftraggebern aus der Wirtschaftspraxis mit Präsentation und Diskussion
  • Betriebswirtschaftliche Fachklausur
  • Deutsch
  • Englisch einschließlich Wirtschaftssprache oder eine andere Lebende Fremdsprache
  • Mathematik und angewandte Mathematik
  • Kolloquium: Betriebswirtschaftliches Kolloquium inkl. Vertiefung aus dem gewählten Ausbildungsschwerpunkt oder der gewählten Fachrichtung
  • Wahlfach: z. B. Kultur, Geschichte und Internationale Wirtschafts- und Kulturräume, Geografie und Internationale Wirtschafts- und Kulturräume, Naturwissenschaften (Chemie, Physik, Biologie, Ökologie und Warenlehre), Politische Bildung und Recht, Volkswirtschaft, Berufsbezogene Kommunikation in einer Lebenden Fremdsprache, Mehrsprachigkeit (in zwei lebenden Fremdsprachen), Wirtschaftsinformatik, Seminar, Religion, Freigegenstand (z. B. Latein, dritte lebende Fremdsprache)

Vergleichende Zahlen:

  • Welchen Schultyp besuchen Vierzehnjährige? (Quelle: Zahlenspielgel 2016 des BMB)
    • 48 % besuchen eine BMHS (z. B. HAK/HAS, HTL/FS, …),
    • 28 % besuchen eine AHS,
    • 18 % besuchen eine Polytechnische Schule,
    • 4 % besuchen eine Sonstige Schule.
  • Beschäftigungschance nach Abschluss der Sekundarstufe II: BHS 85 %, AHS 70 %, OECD-Mittelwert 61 %
  • Akademikerquote in Österreich (Tertiärer Abschluss der 25 – 64-Jährigen in Prozent): 15 % BHS (= Kurzstudium, ISCED 5), 2 % Bachelor, 11 % Master, 1 % Doktorat

Highlights 2018:

  • Regelmäßige Live-Streams: Online-Liveübertragungen von Top-Referent/innen aus der Praxis (z. B. Andreas Treichl, Gerald Hörhan) über Facebook (www.facebook.com/hak.has.cc/) mit bis zu 14.000 Reaktionen und 6.000 Kommentaren je Stream.
  • Entrepreneurship-Education: 12. Businessplanwettbewerb (ca. 500 Teams), 16. Entrepreneurship-Summit (ca. 850 Teilnehmer/innen, Haus der Industrie), 29 HAKs sind zertifizierte Entrepreneurship Schulen
  • SDGs/Global Goals 2030 (17 UN-Nachhaltigkeitsziele „für eine bessere Welt“): Projekte und Diplomarbeiten in Zusammenarbeit mit Unternehmen, Rechnungshof, Bundesamt für Korruptionsbekämpfung, u.v.m.
  • Jahr der Übungsfirma (Schuljahr 2017/18): Praxisnahes Arbeiten an Übungsfirmen in ganz Österreich, ca. 300 Events im Schuljahr 2017/18, Implementierung des Konzepts der „Smarten Übungsfirma“, Hausmessen, Bundeslandmessen und internationale Übungsfirmenmessen z.B. Celje/Slowenien, Wien/Österreich, Barcelona/Spanien, Fanano/Italien, Plovdiv/Bulgarien, Kaunas/Litauen (via Skype)…
  • Wirtschaft 4.0/Digitalisierung/Vorbereitung auf den Arbeitsplatz der Zukunft: Kompetenzcheck „digi.check HAK“, Live-Streams, 3D-Druck in Übungsfirmen, smarte Übungsfirmen, VR-Brillen im Test, eEducation-Bildungsplattformen, virtuelle Fortbildungen, zukunftweisender Medieneinsatz (siehe oben „Unterrichtsmethoden“), Einsatz von ERP-Systemen (z.B. SAP, BMD, WINLINE) an allen Schulen,
  • Umsetzung des Schulautonomiepakets
  • Projekte mit Partnern aus der Wirtschaft: Wirtschaftsjournalismus (gemeinsam mit der Tageszeitung „Die PRESSE“), „UnternehmerinMachtSchule“ (Unternehmerinnen im Unterricht), „schüler.gestalten.wandel“ (Projekte mit Unternehmen), ca. 2.500 Unternehmensprojekte im Rahmen der Diplom- und Abschlussarbeiten pro Jahr, Zusammenarbeit der Übungsfirmen mit Partnerfirmen aus der Wirtschaft, uvm.
  • Zertifizierungsgesetz zur Schaffung einer Höherqualifizierung auf NQR 6-Niveau nach der Reife- und Diplomprüfung nach mindestens 3-jähriger Praxis (geplanter Start: 2019)
  • Weiterführung der implementierten Leit- und Organisationsentwicklungsprojekte: Pflichtpraktikum, NOSt (an 80% der HAK-Standorten bereits umgesetzt), Individualisierung, kompetenzorientiertes Unterrichten und Prüfen, Reporting und Monitoring mit Hilfe eines schultypbezogenen Steuerungstools

Aktuelle Schüler/innen-Wettbewerbe:

  • Meisterschaften, z. B. Österreichische Schüler/innen Debattiermeisterschaft (ÖSDM), Österreichische Staatsmeisterschaften AustrianSkills (Entrepreneurship/Business Development)
  • Wettbewerbe im Rahmen der Übungsfirmen, z. B. Wettbewerbe in Kooperation mit HelloWettbewerbe im Rahmen der internationalen Übungsfirmenmessen
  • Projektwettbewerbe, z. B. 12. Businessplan-Wettbewerb „Next Generation“ (ca. 500 Einreichungen p.a.), Businessplanwettbewerb (ibw), Jugend Innovativ (AWS), „Starte dein Projekt“, Maturaprojekt-Wettbewerbe (z. B. WU Research Talent Awards, Gender Award 2018),  uvm.
  • Ca. 100 Wettbewerbe in den Bereichen Wirtschaft und Nachhaltigkeit, Fremdsprachen, Kunst und Kultur, Gesundheit und Sport, Naturwissenschaften, Sonstiges: z.B. Wettbewerb „Online Shopping: Behind the Scenes - 1 Klick - 1000 Folgen - 1 Challenge“ (Wiener Umweltschutzabteilung, MA 22), KONSUMENT-Schüler/innen-Wettbewerb „JETZT TESTE ICH!“, Uni Wien-SchülerInnen-Wettbewerb, 1. European Money Quiz (Österr. Bankenverband), Generation €uro Student’s Award (OeNB), Saferinternetday (ÖIAT), etc.

1) ISCED (International Standard Classification of Education) 5: tertiäre Bildung, erste Stufe, „Kurzstudium“
2) Europäischer Qualifikationsrahmen / Nationaler Qualifikationsrahmen : www.qualifikationsregister.at
3) Qualitätsinitiative Berufsbildung: www.qibb.at
4) BYOD … bring your own device

BMBWF, Abteilung II/3, Zusammenstellung: Dr. Peter Krauskopf
Credit: Fotolia.com 35641914S

 

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